Neuigkeiten
19. Januar 2026
Abschluss des Bebauungsplanverfahrens 11-168 „Hohenschönhauser Straße / Weißenseer Weg“
Jedes vierte Berliner Bebauungsplanverfahren, das im Jahr 2025 abgeschlossen werden konnte, wurde von unserem Büro bearbeitet (7 von 26). Darunter ist auch der Bebauungsplan 11‑168, der noch kurz vor Jahresende 2025 rechtswirksam wurde.
Anlass für die Aufstellung war die funktional und städtebaulich unbefriedigende Situation einer rd. 6,3 ha großen Fläche im Lichtenberger Ortsteil Fennpfuhl unweit des Sportforums Hohenschönhausen. Mit dem Bebauungsplan 11‑168 wurden daher die planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Entwicklung eines neuen Wohngebiets und eines Schulstandorts geschaffen. Ein privater Investor hat auf Basis bereits bestehenden Baurechts schon eines der Wohngebäude errichtet; die weitere Entwicklung des Quartiers liegt nun in den Händen der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE mbH. Insgesamt können rd. 650 Wohneinheiten errichtet werden, für die teilweise Mietpreis- und Belegungsbindungen vorgesehen sind.
Eine Besonderheit des Verfahrens war die Berücksichtigung der Planung einer sogenannten „2-in-1-Schule“, bei der die notwendige Sporthalle aufgrund knapper Flächen nicht als einzelnes Gebäude neben der Schule, sondern auf der Schule untergebracht wird. An der Hohenschönhauser Straße ist zudem die Errichtung einer Quartiersgarage vorgesehen. Die im Plangebiet bereits vorhandenen Sportanlagen sowie das Vereinsheim der Kleingartenanlage „Langes Höhe“ werden in ihrem Bestand gesichert.
Wir haben im Jahr 2020 begonnen, die plangebende Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen bei der Planaufstellung zu unterstützen. In der ersten Planungsphase wurde u. a. auf Grundlage einer Ideenwerkstatt durch uns auch ein städtebaulicher Entwurf erstellt. Zur Berücksichtigung der Umweltbelange haben wir Stefan Wallmann Landschaftsarchitekten BDLA in unsere Arbeit einbezogen. Da wir von 2015 bis 2019 bereits das vom Bezirksamt Lichtenberg betriebene Vorläuferverfahren 11‑38 bearbeitet haben, freut uns der Abschluss dieses langen und hoch komplexen Planungsprozesses nun besonders.
17. Dezember 2025
Abschluss des Bebauungsplanverfahrens III-233-1 „Quartier Am Humboldthain“ in Berlin-Gesundbrunnen
Seit Sommer 2022 haben wir im Auftrag der Vorhabenträgerin (Quartier Am Humboldthain GmbH) und deren Projektpartnerin (Büro Dr. Vogel GmbH) sowie in enger Abstimmung mit dem Bezirksamt Mitte den Bebauungsplan III-233-1 erarbeitet und ergänzende Steuerungsleistungen erbracht. Ziel des Verfahrens war die Schaffung von Baurecht für die grundlegende Aktivierung und Revitalisierung einer gewerblich untergenutzten und rd. 7 ha großen Fläche unmittelbar südlich des Volksparks Humboldthain. Das städtebauliche Konzept des Architekturbüros Cobe A/S sieht für das Plangebiet eine innerstädtisch verdichtete gewerblich genutzte Bebauungsstruktur mit vier bis zehn Geschossen vor. Die geplante Blockrandbebauung wird durch Zugänge und Passagen durchbrochen, sodass ein zum Volkspark Humboldthain geöffnetes Stadtquartier entsteht. Innerhalb des Blocks soll ein größerer Quartierspark als Erholungs- und Ruhefläche angelegt werden. Außerdem sind vier Hochpunkte mit jeweils 12 bis 15 Geschossen vorgesehen.
Den umweltplanerischen Teil unserer Aufgaben übernahm die Planungsgruppe Cassens + Siewert, mit der wir in kollegialer Zusammenarbeit bereits viele Berliner Bebauungsplanverfahren erfolgreich abschließen konnten. Das Verfahren wurde zudem eng durch Hellriegel Rechtsanwälte begleitet, so dass in planungsrechtlichen Belangen auf eine kompetente Unterstützung Verlass war. In gemeinsamer Anstrengung des plangebenden Bezirksamts und der Vorhabenträgerin gelang es, das Bebauungsplanverfahren im Oktober 2025 und damit weniger als drei Jahre nach dem Aufstellungsbeschluss erfolgreich abzuschließen.
Zur hohen Geschwindigkeit des Planungsprozesses trug unter anderem die dichte und regelmäßige Reihung von Steuerungsrunden bei, die durch unser Büro vorbereitet, moderiert und protokolliert wurden. Dadurch war sowohl dem Bezirksamt als auch der Vorhabenträgerin zu jedem Zeitpunkt ein transparenter Überblick über die jeweils relevanten Klärungspunkte in diesem komplexen Verfahren möglich. Gemeinsam mit den übrigen Verfahrensbeteiligten sind wir stolz auf das Erreichte und freuen uns nun auf die Entwicklung dieses durch eine anspruchsvolle Städtebau- und Freiraumkonzeption gekennzeichneten Quartiers im Zentrum Berlins.
