Neuigkeiten

© BSM: v.l.n.r. Bezirksstadtrat Harald Muschner, Bezirksstadtrat Alexander Ewers, Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbürken-Wegner, Bezirksstadträtin Korinna Stephan, Staatssekretär für Wohnen und Mieterschutz Stephan Machulik

30. April 2026

Grundsteinlegung für das neue Jugend- und Stadtteilzentrum in der Auguste-Viktoria-Allee

Wo heute noch eine Baugrube an der Auguste-Viktoria-Allee in Reinickendorf das Bild prägt, entsteht in den kommenden zwei Jahren das neue Jugend- und Stadtteilzentrum. Ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg war die feierliche Grundsteinlegung am 23. April 2026.

Als Gebietsbeauftragte für das Fördergebiet Umfeld TXL des Förderprogrammes Nachhaltige Erneuerung haben wir die Veranstaltung über alle Schritte hinweg betreut: von der inhaltlichen und organisatorischen Vorbereitung über die enge Abstimmung mit Bezirk, Senat und den beiden Trägern, bis hin zu Pressearbeit, Einladungsmanagement und Moderation vor Ort. Unser Ziel war es, alle Beteiligten zusammenzubringen und dem Projekt die Bühne zu geben, die es verdient.

Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung und Nachbarschaft wurde deutlich, wie viel Engagement und Zusammenarbeit in diesem rund 10 Mio. Euro starken Projekt stecken. Ermöglicht durch Fördermittel der EU, des Bundes und des Landes Berlin entsteht hier ein Ort für alle Generationen, der nachhaltig, barrierefrei und fest im Quartier verankert ist.

Beim Befüllen der Zeitkapsel wurde spürbar, welche Bedeutung dieses Projekt für das Quartier hat. Es entsteht nicht nur ein Gebäude, sondern ein Ort der Begegnung, der Gemeinschaft und der Zukunft. Wir freuen uns sehr, dieses Projekt weiter zu begleiten und die Entwicklung bis zur Fertigstellung mitzuerleben.

© EVE Visual Technologies GmbH, Hines Service GmbH

24. April 2026

Abschluss des vorhabenbezogenen Bebauungsplanverfahrens 7-100 VE „Südkreuz III“ mit dem Quartier „B’Ella Berlin“ in Berlin-Schöneberg

Anfang 2021 beauftragte uns die RONDUS DRITTE Immobilienbesitz GmbH & Co. KG (vertreten durch die Hines Service GmbH) mit Beratungsleistungen im Hinblick auf die städtebauliche Zielfindung für eine bis dato durch kleinteilige Gewerbebetriebe genutzte Fläche im Bereich der „Schöneberger Linse“. Nach intensiven Abstimmungen mit dem Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg konnte ein Antrag auf Verfahrenseinleitung gestellt werden. Der Aufstellungsbeschluss zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan 7-100 VE erfolgte im Januar 2023. Ziel war die Schaffung der planungsrechtlichen Grundlage für ein gemischt genutztes Quartier mit Wohnungen, sozialen Einrichtungen sowie Büro- und Gewerbeflächen auf einer rund 2,1 ha großen Fläche südlich der Ringbahngleise.

Mit Veröffentlichung im Gesetz- und Verordnungsblatt ist der Bebauungsplan nun im April 2026 rechtswirksam geworden. Wir freuen uns mit dem Bezirksamt, der Vorhabenträgerin und den sonstigen Verfahrensbeteiligten über diesen trotz komplexer Problemlagen zügigen Bearbeitungsverlauf. Auch hier halfen uns regelmäßig stattfindende Steuerungsrunden, die von uns vorbereitet, moderiert und dokumentiert wurden, bei der frühzeitigen Identifikation potenzieller Konfliktpunkte sowie deren lösungsorientierter Bearbeitung. Als besondere planerische Herausforderung wurde in enger Abstimmung mit der ALB Akustiklabor Berlin PartmbB der Umgang mit der geplanten S-Bahnlinie S21 bewältigt, die zukünftig den Bahnhof Julius-Leber-Brücke mit dem Bahnhof Südkreuz verbinden soll.

Nach der im Winter 2023/2024 erfolgten Baufeldfreimachung konnten die Baumaßnahmen im Bereich des Untergeschosses auf Basis bestehender Baurechte bereits beginnen. Das städtebauliche Konzept der beiden beauftragten Architekturbüros (Nöfer Gesellschaft von Architekten mbH und TCHOBAN VOSS Architekten GmbH) sieht eine geschlossene Blockrandbebauung mit bis zu sieben Geschossen im Gewerbe- und bis zu acht Geschossen im Wohnungsbau vor. Ein bis zu zwölfgeschossiger Hochpunkt im Nordwesten des Grundstücks setzt einen markanten Akzent. Durch den Verzicht auf oberirdische Pkw-Stellplätze entsteht ein ruhiger, qualitätsvoll gestalteter Hofbereich im Inneren.

Wir sehen nun mit Hoffnung der Errichtung des architektonisch anspruchsvollen Quartiers „B’Ella Berlin“ entgegen, das mit seinen rund 300 Wohneinheiten (davon 30 % mit Mietpreis- und Belegungsbindungen) zur Entlastung des Berliner Wohnungsmarktes beitragen kann.

© Modell Erster Preis, Kronaus Mitterer Architekten ZT GmbH, Berlin

9. Februar 2026

Realisierungswettbewerb entschieden: Neubau Grundschule Geschwister Scholl in Rathenow

Für den geplanten Neubau einer Grundschule haben wir gemeinsam mit der Stadt Rathenow das Verfahren für einen Architekturwettbewerb entwickelt und dessen Durchführung betreut.

Die Teilnehmer hatten die Aufgabe, das Konzept einer Compartmentschule in ihren Entwürfen umzusetzen. Zum Hintergrund: In einer Compartmentschule wird das Schulgebäude in mehrere kleine Einheiten aufgeteilt, in denen jeweils eine geringe Zahl von Klassen teilautark zu einer „Schule in der Schule“ zusammengefasst sind.

Durchgeführt wurde ein offener, zweistufiger Realisierungswettbewerb gemäß den Richtlinien für die Durchführung von Planungswettbewerben RPW 2013. Zur ersten Wettbewerbsphase haben 152 Teilnehmer Beiträge eingereicht, von denen im September 2025 zwölf Beiträge durch das Preisgericht für die Teilnahme an einer zweiten Phase ausgewählt wurden. Aus diesen gingen im Januar 2026 drei prämierte Beiträge hervor. Das Preisgericht unter dem Vorsitz des Cottbuser Architekten Uwe Wittig vergab je einen Ersten und Zweiten Preis sowie eine Anerkennung.

Zu unseren Aufgaben gehörten u.a. die Aufstellung des geforderten Raumprogramms, die Formulierung der Auslobung (Verfahrensbeschreibung und Aufgabenstellung), die Abstimmung mit der Ausloberin und der Grundschule „Geschwister Scholl“ als zukünftige Nutzerin, den städtischen Fachbehörden und der Brandenburgischen Architektenkammer, die Vorprüfung der Wettbewerbsbeiträge sowie die Durchführung der Preisgerichtssitzungen.

Zum Abschluss des Verfahrens wird eine Ausstellung mit allen Wettbewerbsbeiträgen in Rathenow stattfinden.

Erster Preis: Kronaus Mitterer Architekten ZT GmbH, Berlin

Zweiter Preis: Arbeitsgemeinschaft Kollektiv Nord | GKKS Architekten, Hamburg

Anerkennung: cruu architecture GmbH, Stuttgart

© DMSW Architekten, HOWOGE GmbH

19. Januar 2026

Abschluss des Bebauungsplanverfahrens 11-168 „Hohenschönhauser Straße / Weißenseer Weg“ in Berlin-Lichtenberg

Jedes vierte Berliner Bebauungsplanverfahren, das im Jahr 2025 abgeschlossen werden konnte, wurde von unserem Büro bearbeitet (7 von 26). Darunter ist auch der Bebauungsplan 11‑168, der noch kurz vor Jahresende 2025 rechtswirksam wurde.

Anlass für die Aufstellung war die funktional und städtebaulich unbefriedigende Situation einer rd. 6,3 ha großen Fläche im Lichtenberger Ortsteil Fennpfuhl unweit des Sportforums Hohenschönhausen. Mit dem Bebauungsplan 11‑168 wurden daher die planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Entwicklung eines neuen Wohngebiets und eines Schulstandorts geschaffen. Ein privater Investor hat auf Basis bereits bestehenden Baurechts schon eines der Wohngebäude errichtet; die weitere Entwicklung des Quartiers liegt nun in den Händen der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE mbH. Insgesamt können rd. 650 Wohneinheiten errichtet werden, für die teilweise Mietpreis- und Belegungsbindungen vorgesehen sind.

Eine Besonderheit des Verfahrens war die Berücksichtigung der Planung einer sogenannten „2-in-1-Schule“, bei der die notwendige Sporthalle aufgrund knapper Flächen nicht als einzelnes Gebäude neben der Schule, sondern auf der Schule untergebracht wird. An der Hohenschönhauser Straße ist zudem die Errichtung einer Quartiersgarage vorgesehen. Die im Plangebiet bereits vorhandenen Sportanlagen sowie das Vereinsheim der Kleingartenanlage „Langes Höhe“ werden in ihrem Bestand gesichert.

Wir haben im Jahr 2020 begonnen, die plangebende Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen bei der Planaufstellung zu unterstützen. In der ersten Planungsphase wurde u. a. auf Grundlage einer Ideenwerkstatt durch uns auch ein städtebaulicher Entwurf erstellt. Zur Berücksichtigung der Umweltbelange haben wir Stefan Wallmann Landschaftsarchitekten BDLA in unsere Arbeit einbezogen. Da wir von 2015 bis 2019 bereits das vom Bezirksamt Lichtenberg betriebene Vorläuferverfahren 11‑38 bearbeitet haben, freut uns der Abschluss dieses langen und hoch komplexen Planungsprozesses nun besonders.

© Cobe A/S, Quartier am Humboldthain GmbH

17. Dezember 2025

Abschluss des Bebauungsplanverfahrens III-233-1 „Quartier Am Humboldthain“ in Berlin-Gesundbrunnen

Seit Sommer 2022 haben wir im Auftrag der Vorhabenträgerin (Quartier Am Humboldthain GmbH) und deren Projektpartnerin (Büro Dr. Vogel GmbH) sowie in enger Abstimmung mit dem Bezirksamt Mitte den Bebauungsplan III-233-1 erarbeitet und ergänzende Steuerungsleistungen erbracht. Ziel des Verfahrens war die Schaffung von Baurecht für die grundlegende Aktivierung und Revitalisierung einer gewerblich untergenutzten und rd. 7 ha großen Fläche unmittelbar südlich des Volksparks Humboldthain. Das städtebauliche Konzept des Architekturbüros Cobe A/S sieht für das Plangebiet eine innerstädtisch verdichtete gewerblich genutzte Bebauungsstruktur mit vier bis zehn Geschossen vor. Die geplante Blockrandbebauung wird durch Zugänge und Passagen durchbrochen, sodass ein zum Volkspark Humboldthain geöffnetes Stadtquartier entsteht. Innerhalb des Blocks soll ein größerer Quartierspark als Erholungs- und Ruhefläche angelegt werden. Außerdem sind vier Hochpunkte mit jeweils 12 bis 15 Geschossen vorgesehen.

Den umweltplanerischen Teil unserer Aufgaben übernahm die Planungsgruppe Cassens + Siewert, mit der wir in kollegialer Zusammenarbeit bereits viele Berliner Bebauungsplanverfahren erfolgreich abschließen konnten. Das Verfahren wurde zudem eng durch Hellriegel Rechtsanwälte begleitet, so dass in planungsrechtlichen Belangen auf eine kompetente Unterstützung Verlass war. In gemeinsamer Anstrengung des plangebenden Bezirksamts und der Vorhabenträgerin gelang es, das Bebauungsplanverfahren im Oktober 2025 und damit weniger als drei Jahre nach dem Aufstellungsbeschluss erfolgreich abzuschließen.

Zur hohen Geschwindigkeit des Planungsprozesses trug unter anderem die dichte und regelmäßige Reihung von Steuerungsrunden bei, die durch unser Büro vorbereitet, moderiert und protokolliert wurden. Dadurch war sowohl dem Bezirksamt als auch der Vorhabenträgerin zu jedem Zeitpunkt ein transparenter Überblick über die jeweils relevanten Klärungspunkte in diesem komplexen Verfahren möglich. Gemeinsam mit den übrigen Verfahrensbeteiligten sind wir stolz auf das Erreichte und freuen uns nun auf die Entwicklung dieses durch eine anspruchsvolle Städtebau- und Freiraumkonzeption gekennzeichneten Quartiers im Zentrum Berlins.